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Was hat es mit Ostern auf sich?

Der Leidensweg Jesu Christi ist eine Folge wichtiger Ereignisse und beginnt damit, dass die religiösen Führer in Jerusalem seinen Tod beschließen. Jesus von Nazareth hatte sie kritisiert und außerdem waren die Priester eifersüchtig, weil so viele Menschen auf ihn hörten. Bei der letzten gemeinsamen Mahlzeit am Pessachfest erzählte Jesus seinen zwölf Jüngern von dem bevorstehenden Verrat, seiner Verhaftung und der Kreuzigung. Doch sie wollten es nicht glauben. Und doch geschah es genau so, wie Jesus gesagt hatte: Judas, einer der zwölf Jünger, verriet Jesus bei den Hohenpriestern für 30 Silberlinge, in dem er ihnen sagte, wo sie Jesus finden würden. Daraufhin wurde Jesus im Garten Gethsemane von Soldaten der Tempelwache verhaftet. Innerhalb eines Tages wurde Jesus vor dem Hohen Rat verhört und vom Volk, das zwischen einem Verbrecher und Jesus wählen konnte zum Tod am Kreuz verurteilt. Und so begann ein harter Leidensweg: Jesus wurde von den Soldaten angespuckt, ausgepeitscht und sie setzten ihm eine Dornenkrone auf. Jesus musste sein Kreuz selbst auf den Hügel ziehen und wurde dabei von dem ganzen Volk verhöhnt, ausgelacht und verspottet. "Wenn du Gottes Sohn bist, sag doch deinen Engeln, sie sollen dir helfen!" schrien sie.  Auf dem Hügel Golgatha vor den Mauern Jerusalems wurde Jesus am Freitag gekreuzigt. Das ist ein sehr schmerzvoller Tod, denn die Nägel durchboren das Handgelenk und die Beine. Rechts und links neben Jesus wurden auch noch zwei Verbrecher gekreuzigt. Der eine davon verspottete Jesus und sagte, wenn er Gottes Sohn sei, solle er doch vom Kreuz herabsteigen. Der Andere aber fuhr ihn an: "Was redest du da. Wir hängen hier zurecht, wir haben viele Fehler getan. Jesus aber ist ohne Schuld. Kannst DU dich mit Gott messen?" und zu Jesus sagte er "Jesus, denke an mich, wenn du ins Paradies kommst". Und Jesus sagte zu ihm "Ich verspreche dir, noch heute wirst du mit mir im Paradies sein!". Einige Zeit später verfinsterte sich der Himmel. Und der letzte Satz, der Jesus schrie, war "Es ist vollbracht". Dann starb Jesus am Kreuz, die Erde bebte und zur selben Zeit zerriss der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel. Einige Soldaten, die Jesus vorher noch verspottet hatten, sagten sich "Das war wirklich Gottes Sohn". 

Verehrer von Jesus nahmen den Leichnam ab und legten ihn in eine Grabkammer vor der Stadt, vor die eine schwere Felsplatte gerollt wurde. Auf Betreiben der Hohenpriester liess der römische Statthalter Pilatus den Zugang versiegeln und rund um die Uhr bewachen. Doch am übernächsten Tag war alles anders: Frauen, die am Ostersonntag in der Morgendämmerung zum Grab kamen, um den Leichnam einzubalsamieren, fanden die Felsplatte weggerollt vor – und die Kammer war leer. Ein Erdbeben hatte die Wache gelähmt.Engel sagten den verstörten Frauen, dass sie Jesus nicht unter den Toten suchen sollten; denn er lebe. Kurz darauf erschien Jesus selbst den Frauen. Am selben Tag zeigte er sich mehrfach den Aposteln, die sich aus Angst vor seinen Feinden versteckt hielten. Manche glaubten ihm nicht, doch als er die Wunden an seinem Handgelenk zeigte, fielen sie vor ihm nieder.


Zum Nachdenken:

Warum musste Jesus sterben?

Um das zu kapieren, hier erst einmal eine Geschichte:

Es war die Zeit des jüngsten Gerichtes (Off. 20).
Eine nicht zu zählende Schar von Menschen stand vor dem großen Throne Gottes.
Einige Menschen standen nur stumm herum, andere aber regten sich über die Ungerechtigkeit Gottes heftig auf: "Wie kann Gott über uns richten? Kann er überhaupt verstehen, was wir durchmachen mussten?".

 Eine farbige junge Frau zog ein Hosenbein hoch. "Seht euch die Einschnitte eines Seiles am Bein an. Erst hat man mich von den Liebsten getrennt. Auf einem Sklavenschiff hat man mir dann mit Steinen beschwerte Stricke umgebunden und mich damit ersäuft, nur weil ich schwarze bin und krank geworden war!". Ein anderer Farbiger fügte hinzu: "Ich überlebte zwar die Überfahrt, musste aber wie ein Tier arbeiten, wurde ständig geschlagen. Der Tod brachte dann erst die Erlösung!"
Eine andere Frau zog den Ärmel hoch und zeigte den umher stehenden Personen eine eintätowierte Nummer die sie im Konzentrationslager bekommen hatte. "Weiß Gott eigentlich was ich durchmachen musste? Der hätte auch einmal so abgeführt, misshandelt und letztlich qualvoll umgebracht werden müssen wie ich!" fauchte sie.

Immer mehr anklagende Stimmen wurden laut, weil Gott das Leid und das Böse in der Welt zugelassen hatte: "Der hat es doch gut im Himmel! Dort gibt es doch weder Leid, Hass, Hunger oder Tränen! Der hat doch keine Ahnung, was wir durchmachen mussten!!!"

Schnell wurden sie sich einig, dass Gott auch so etwas erleiden müsste, um überhaupt gerecht richten zu können. Von überall her kamen dazu Forderungen.
Grundforderung war, er musste als Mensch geboren werden, und zwar nicht in einem Palast, sondern in den ärmlichsten Verhältnissen. Das er alle seine göttliche Macht abgeben musste, war auch gleich klar. Schließlich sollte er keine Möglichkeit haben sich selbst zu helfen.
Ein jüdischer KZ-Häftling forderte: "Er müsste als Jude geboren werden - nicht in einem Volk, das gerade herrscht, sondern das beherrscht wird".
Ein uneheliches junges Mädchen gab hinzu: "Der offizielle Vater sollte nicht der wirkliche Vater sein!"
Ein indischer Guru erklärte: "Er muss versuchen, den Menschen begreiflich zu machen, wer Gott ist!".
Eine von der Gestapo verhaftete Frau, die später im KZ umkam, fügte hinzu: "Vom besten Freund soll er verraten werden!".
Ein in der Drogenszene versumpfter junger Mann forderte: "Und allen möglichen Versuchungen muss er auch ausgesetzt werden. Soll der es erstmal schaffen denen zu widerstehen, bevor er heuchlerisch über uns richtet!"
Ein anderer Mann meldete sich zu Wort: "Ich wurde mit falschen Anschuldigungen von einer kommunistischen Regierung verurteilt und hingerichtet. Gott hatte nichts gegen dieses Unrecht getan. Der soll mal selbst so was erleiden! Der soll mal selbst erfahren wie es ist, von allen verlassen, unschuldig verurteilt und dann hingerichtet zu werden!"

Immer mehr Menschen brachten ihre Forderungen vor.
Doch dann sahen sie in der Ferne ein Kreuz stehen.
Das schimpfen verstummte langsam - jeder wusste auf einmal: Gott hatte ja schon all dies durchlitten - aus Liebe zu den Menschen! Ja, Gott hat sich in Jesus Christus für uns geradezu 'zu Tode geliebt'

„Jesus starb nicht zur Besänftigung eines zornigen Gottes, sondern als menschgewordener Gott, der die Schuld seiner Geschöpfe auf sich nahm.“

Manche Menschen sind der Überzeugung, Gott mache seine Gnade von einem Menschenopfer – einem Mord am Kreuz – abhängig. Dieser Gedanke geht auf eine Idee nichtchristlicher Religionen zurück. Die antiken, vorderasiatischen Religionen versuchten beispielsweise, ihre Götter durch Opfer zu besänftigen. Das gipfelte im Moloch-Kult, bei dem sogar Kinder im Feuertod geopfert wurden. Gegen diese Anschauungen haben die biblischen Propheten immer wieder mit scharfen Worten gekämpft. Sie wiesen das Volk Israel darauf hin, dass auch die Tieropfer im Tempel Gott nicht besänftigen könnten. Gott wolle keine Besänftigungs-Opfer, sie seien sinnlos und überflüssig.

Genauso sollte auch der Tod Jesu am Kreuz nicht „Gottes Zorn" stillen. Gott liebte uns bereits, als wir noch seine Feinde waren (Johannes 3,16; Römer 5,10). Deshalb wollte er unsere Liebe zurückgewinnen. Wir brauchen ihn also nicht zu besänftigen.

Warum war das Opfer Jesu dann nötig? – Ursprünglich lebte der Mensch in enger Gemeinschaft mit Gott. Es war eine Zeit der Harmonie, der Liebe und des Friedens. Leid, negative Gefühle, Krankheit und Tod waren unbekannt. Doch dann entschloss sich der Mensch, eigene Wege zu gehen. Er wollte Gott nicht länger gehorchen, sondern nach seinen Vorstellungen leben (Sündenfall). Damit trennte er sich von Gott.

Weil Gott aber der Ursprung des Lebens, des Guten und der Liebe ist, verfiel der Mensch dem Tod, dem Bösen und dem Hass. Ein Blick in die Geschichte der Menschheit, die täglichen Nachrichten und unsere eigenen negativen Erfahrungen bestätigen uns, dass es so ist.

Durch seine Abkehr von Gott verlor der Mensch auch das Wissen über ihn. Nur dunkle Ahnungen blieben, die sich mit menschlichen Vorstellungen mischten. So entstanden falsche, gefährliche und lächerliche Gottesbilder – vom rachsüchtigen, grausamen Gott bis hin zum gütigen, alles verzeihenden alten Mann. Der Mensch schuf sich Gott zu seinem eigenen Bild, zum Bild des Menschen.

Gott wollte uns nicht unserem Schicksal überlassen. Er machte den ersten Schritt, weil wir den Zugang zu ihm verloren hatten. Er wollte uns weder zwingen noch überreden, ihn zu lieben. Deshalb entschloss sich Jesus – der Sohn Gottes – zu uns zu kommen. Er wollte so leben wie wir Menschen und dabei Entbehrung, Anfeindung, Ungerechtigkeit, Verlust, Krankheit und Tod am eigenen Leib erfahren. Niemand kann seitdem Gott vorwerfen, er wüsste nicht, wie wir empfinden und leiden. Jesus zeigte uns außerdem, dass Gott vertrauenswürdig ist, weil er uns liebt und alles dafür einsetzt, um unser Leben mit Freude und Hoffnung zu füllen.

Weil die Trennung von Gott Schuld und Tod über die Menschen gebracht hatte, wollte Christus auch den letzten Schritt gehen: Er nahm die Schuld aller Menschen auf sich und starb den Tod, der aus der Trennung von Gott kommt.

Jesus starb also nicht zur Besänftigung eines zornigen Gottes, sondern als menschgewordener Gott, der aus Liebe zu seinen Geschöpfen alles einsetzte, damit Tod und Leid enden.

 

Warum zerreist der Vorhang zum Allerheiligsten, was hat das mit Jesu Tod zu tun?

Dazu muß man wissen, welcher Vorhang gemeint ist. Und da kann eigentlich nur den Vorhang gemeint sein, der vor dem sog. Allerheiligsten hing. Dieser Vorhang war übrigens aus schwerem und „reißfestem“ Material, so daß er nicht einfach so zerrissen sein kann. Hinter diesem Vorhang befand sich die Anwesenheit Gottes, die nur der Hohepriester einmal im Jahr erleben durfte.  
 
Wenn nun dieser Vorhang zerreißt, dann bedeutet es, daß die Gegenwart Gottes auf einmal allen zugänglich wird. Kein Wunder also, daß Matthäus das erwähnt. Auch wie der Vorhang zerriß ist von Bedeutung. Von oben nach unten bedeutet, daß die Trennung zwischen Gott und Mensch – verursacht durch Ungehorsam und Mißtrauen – von Gott aufgehoben wurde. Gott selbst hat also die Initiative ergriffen und uns von der Trennung befreit. Deshalb gebührt auch Jesus Lob, Anerkennung und Dank für Sein Opfer. Indirekt ist diese Schilderung auch eine endgültige Absage an die Vorstellung, daß der Mensch durch Gehorsam und durch Taten den Weg zu Gott beschreiten kann. 
 


Das größte, was man tun kann, ist für die, die man liebt, zu sterben.

>Jesus starb nicht für irgendjemand. Er starb für DICH! Damit du zu Gott kommen kannst! Überleg einmal, was dich alles von Gott trennt. Welche Fehler hast du schon gemacht? Bitte Gott um Verzeihung, und er wird dich retten.


Zum Singen:

Zwischen Himmel und Erde

Zwischen Himmel und Erde ist ein Riss
Und ein Kampf zwischen Licht und Finsternis
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Zwischen Himmel und Erde sind wir noch
Und das, was wir nicht wollen, tun wir doch
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Mitten in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt,
Wir gehören zu dir und doch sind wir noch hier.

Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Ganz allein und verlassen von Mensch und Gott
Zwischen Himmel und Erde ausgestreckt,
Dort am Kreuz

Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Wo die Balken sich kreuzen, ist der Ort
Wo sich himmel und Erde trifft in dir
Dort am Kreuz.

Zwischen Himmel und Erde leiden wir
An Zerrissenheit auf dem Weg zu dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Zwischen Himmel und Erde ist ein Steg,
Und du selbst bist die Brücke und der Weg
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Zwischen Himmel und Erde stehen wir
Und wir treten in diesen Riss mit dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Du machst Himmel und Erde einmal neu
Doch dein Reich ist schon da und du bist treu
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.


Noch mehr Geschichten aus der Bibel gibts bei "Für Kids" in einer kindgerechten Sprache.

 

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